Arbeitstreffen

Alle Vorträge und Ausstellungen der Willms Neuhaus Stiftung sind in unseren Publikationen dokumentiert. Bei Interesse an unseren Publikationen wenden Sie sich bitte an unser Stiftungsmanagement, siehe Kontakt

Fragmentierung als Prozess
Von der Poesie des Vergehens am Beispiel analoger Fotografie

Vortrag von Anja Isabel Schnapka, bildende Künstlerin

06.04.2019
11-14 Uhr

Arbeitstreffen 24
Projektraum ANT

Die Künstlerin Anja Schnapka gibt Einblick in die verborgene Welt fotografischer Negative, ihre Wandlungsfähigkeit und Auflösung im Laufe der Zeit. Es entspinnt sich ein spielerischer Diskurs mit der Frage nach Wertigkeit und Befreiung und dem Zauber des Fragments als Inspiration ausdruckstarker Werke der Künstlerin.

Wildes Denken

Vortrag von Prof. Dr. Hans-Jörg Rheinberger, Molekularbiologe und Wissenschaftshistoriker

24.11.2018
11-14 Uhr

Arbeitstreffen 23
Projektraum ANT

Der Molekularbiologe und Direktor em. des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte, Berlin, wird in seinen Ausführungen zur Epistemologie (Erkenntnistheorie) den Moment des Wilden, des nicht Vorhersehbaren als Kern wissenschaftlich-forschenden Denkens und Planens aufzeigen. Das wissenschaftliche Experiment mit seinen Ereignissen und Vorfällen, die nicht aus den Vorgaben oder Gegebenheiten ableitbar sind, ermöglichen den Prozess der Erkenntnisgewinnung. Der Bastler, der Künstler, der Forscher – alle haben sie eines gemeinsam: Neugier und Wagemut, sich auf einen ergebnisoffenen Erkenntnisprozess einzulassen.

Akkumulation II
Zur Materialität des Zufalls

Vortrag von Prof. Dr. Knut Ebeling, Kulturwissenschaftler
und Katrin Wegemann, bildende Künstlerin

29.09.2018
11-14 Uhr

Arbeitstreffen 22
Projektraum ANT

Prof. Dr. Knut Ebeling lehrt an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Medientheorie und Ästhetik. Jüngere Studien befassen sich mit Theorien zur Materialität der Zeit, in welcher Zeiträume als Gedächtnisräume archäologisch ergraben und nicht als lineare historische Abläufe dokumentiert werden.
Die Bildhauerin Katrin Wegemann ist uns mit ihrer Arbeit im Französischen Dom zum Arbeitstreffen 20 noch gegenwärtig und die Materialität der Zeit könnte unmittelbar erlebbar werden.

Akkumulation I

Vortrag von Katrin Wegemann, bildende Künstlerin

11.08.2018
11-14 Uhr

Arbeitstreffen 21
Französischer Dom, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin

In Skulpturen, Objekten und Performances untersucht Katrin Wegemann Aspekte der Zeitlichkeit, Augenblicklichkeit und Vergänglichkeit. Wir erfahren die Flüchtigkeit und das Bewahren eines erlebten Moments im Zusammenhang der Subjektivität des Erinnerns und Vergessens.

Die Künstlerin arbeitet nach Stationen in Kanada, Italien und Österreich in Berlin. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und erhielt 2014 das Eberhard-Roters-Stipendium für Junge Kunst der Stiftung Preußische Seehandlung.

Algorithmus und Zufall, Teil II
Künstliche Intelligenz und Robotik

Vortrag von Ulf Zindler, Informatiker

14.04.2018
11-14 Uhr

Arbeitstreffen 20
Projektraum ANT

Der Informatiker und Unternehmensberater Ulf Zindler hat sich bereit erklärt, seinen äußerst anregenden und umfassenden Überblick zum Algorithmus zu ergänzen mit einem Einblick in konkrete Anwendungsbereiche wie Künstliche Intelligenz und Robotik.

Algorithmus und Zufall, Teil I

Vortrag von Ulf Zindler, Informatiker

10.02.2018
11-14 Uhr

Arbeitstreffen 19
Projektraum ANT

Der Informatiker und Unternehmensberater Ulf Zindler wird die geschichtliche Einordnung der Chaostheorie und die Begrifflichkeiten regulärer und chaotischer Systeme erläutern und uns aus seinem Erfahrungsspektrum die komplexe Thematik der Algorithmen an Beispielen präsentieren.

Augenblick und Zufall im Fluss der Zeit

Vortrag von Dr. Marc Wittmann, Neuropsychologe und Humanbiologe

04.11.2017
11-14 Uhr

Arbeitstreffen 18
Projektraum ANT

Der Zeitforscher ist Neuropsychologe und Humanbiologe am Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene in Freiburg.

Seit vielen Jahren forscht er im Bereich Zeitempfinden und Zeitwahrnehmung, unter anderem an der Universität München (LMU) und Universität Kalifornien, San Diego (UCSD). 1998 erhielt er den Peter Jacobi Preis der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie.

Die lineare Skulptur, der Raum, das Nichts – und der Zufall?

Vortrag von Dr. Fritz Jacobi, Kunstwissenschaftler
im Rahmen der Ausstellungsreihe <In den Raum zeichnen>

17.06.2017
11-14 Uhr

Arbeitstreffen 17
Galerie Parterre, Danziger Straße 101, 10405 Berlin

Der Kunstwissenschaftler Fritz Jacobi wird aus dem Reichtum seiner Erfahrung als Kustos der Skulpturenabteilung der Alten Nationalgalerie DDR und der Neuen Nationalgalerie BRD schöpfen. Lässt die vom Volumen entfleischte lineare Skulptur einen Raum der Leere entstehen, in dem der Zufall entstehen kann?

Zufall und Innovation
Eine biografische Exkursion

Vortrag von Dipl.Ing. Christoph Miethke, Erfinder und Unternehmer

06.05.2017
11-14 Uhr

Arbeitstreffen 16
Projektraum ANT

Eine biografische Exkursion

Der Erfinder des Miethke-Ventils zur Behandlung des Hydrocephalus wird über die Innovationskraft des Zufalls berichten, die auch zur Gründung des heute weltweit operierenden Unternehmens für Medizintechnik geführt hat.

Serendipität in der Archäologie

Vortrag von Dr. Elisabeth Völling, Archäologin

04.03.2017
11-14 Uhr

Arbeitstreffen 15
Projektraum ANT

Heinrich Schliemann suchte nach der sagenumwobenen Stadt Troja und fand unerwartet den sogenannten Goldschatz des Priamos.

Die Archäologin Elisabeth Völling, Mitarbeiterin im Projekt zur Neubearbeitung der Heinrich Schliemann Sammlung am Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin, wird uns den Begriff der Serendipität in der Archäologie erläutern.
Die Gleichsetzung von Fund und Befund mit den Epen von Homer werden bis heute kontrovers diskutiert. Zufall, Mythos und Wirklichkeit beeinflussen und behindern teilweise den Erkenntnisprozess.